Weizensauerteig selbst ansetzen, Basis für Focaccia und Brot

Weizensauerteig selbst ansetzen, Basis für Focaccia und Brot

Rezept von Tobias Funke
Natürliche Triebkraft, mehr Aroma und bessere Bekömmlichkeit: Ein eigener Weizensauerteig ist in fünf Tagen einsatzbereit und begleitet dich danach jahrelang. Einmal angesetzt, brauchst du nie wieder Hefe für dein Focaccia oder Brot.
Personen
2
Vorbereitung
10 min
Zubereitung
Schwierigkeit
Einfach
Zutaten
Weizenmehl, am besten von der Altbachmühle, z.B. Ruchmehl oder helles Halbweissmehl
lauwarmes Trinkwasser
1 sauberes Glas (mind. 500 ml)
1 Löffel und ein sauberes Tuch oder Deckel
Zubereitung
01
Tag 1: 50 g Mehl und 50 g Wasser im Glas verrühren (ergibt 100 g Teig), locker abdecken und 24 Stunden bei etwa 22 °C stehen lassen.
02
Tag 2: Der Ansatz riecht eventuell leicht säuerlich oder fruchtig, das ist gut. Ca. 80 g entnehmen oder verwerfen, dann 50 g Mehl und 50 g Wasser unterrühren. Wieder abdecken.
03
Tag 3: Eventuell zeigen sich erste Bläschen. Wieder ca. 80 g entnehmen und erneut mit 50 g Mehl und 50 g Wasser füttern.
04
Tag 4 bis 5: Der Teig sollte nun deutlich aufgehen, Blasen bilden und angenehm sauer riechen. Falls er träge ist: noch 1 bis 2 Tage weiter füttern. Einsatzbereit ist er, wenn er nach 4 bis 6 Stunden Verdopplung zeigt, leicht gewölbt ist und aktiv Blasen bildet.
05
Pflege danach: Im Kühlschrank lagern und einmal pro Woche auffrischen: ca. 80 g entnehmen, dann 50 g alten Teig mit 50 g Mehl und 50 g Wasser verrühren. Vor dem Backen 1 bis 2 Mal bei Raumtemperatur aktivieren (gleiche Fütterung, 4 bis 6 Stunden bei 24 °C) und erst auf dem Höhepunkt in den Teig geben.
Der Sauerteig wird mit jeder Woche stabiler. Für milderes Aroma mit hellem Mehl füttern, für mehr Säure mit Ruchmehl oder Vollkornanteil. Sobald er steht, kannst du ihn direkt im Focaccia-Rezept einsetzen.
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